Kwalae Verlag „die Heike“ -
ein interaktiver Fortsetzungsroman
von Petra M. Jansen
Portrait die Heike
Sie ist
mutig, frech, extrem sexy, herzerfrischend offen, will kultiviert sein und
versteht nur die Hälfte. Aber das macht gar nichts, denn wir lieben sie, die
Schreibkraft von nebenan, die sich aktiv durch´s Internet bewegt, frei nach dem
Motto „klick mich, fi.. mich oder ich kick dich.“ Sie plaudert munter über ihr
Leben, mischt sich überall ein und kommentiert, was ihr gerade so in den Sinn
kommt. Die Heike bedient alle Klischees, ist typisch Weib, aber mit
Anspruch! Sie wurde von ihrer Mutter geboren, wird jeden Tag älter und wir
machen da einfach mal mit.
Ihr Sohn
zweifelt an ihrem Verstand, als sie mit 40 alles über Bord wirft, sich scheiden
lässt und ein völlig neues Leben beginnt.
Eine Figur,
geschaffen für Menschen, die Menschlichkeit lieben und den kleinen Absurditäten
des Lebens humorvoll begegnen. Sie überrascht den Leser und in nicht wenigen
Momenten fühlt er sich ertappt, erwischt, herausgefordert, will sie kennen
lernen, um einen Blick hinter diese plappernde Fassade zu werfen.
Ihr Motto:
„Besser weiblich als weibisch“, doch sie stolpert allzu gerne über ihre eigenen
Regeln, die sie sowieso nur hat, weil man die einfach hat. Oder auch nicht...
© Petra M. Jansen
Auf Kwalae.Magazin als interaktiver Fortsetzungsroman ab dem
10.Juni 2012! In Zusammenarbeit mit Pierre Mathias als "Jeff", u.a.
Auf Kwalae.Magazin ab den
10. Juni 2012 zweimal täglich! (8 und 14 Uhr)
Jeff
Es war auf dem Gelände der ehemaligen
UFA-Studios in Berlin-Tempelhof, dass ich Jeff kennengelernt habe. Er saß in
der Kneipe des Kulturzentrums und las Zeitungen. Dort gibt es eine ganze
Auswahl: von der TAZ bis zum Gardian; von der FAZ bis zur Republica. Er saß am
Nebentisch. Ein ziemlich starker Mann mit einem ausgeprägtem Gesicht. Er war
über 60 und trug sie gut. Das Leben schien ihn ganz schön gefordert zu haben.
Er trank Expressis und dazu Cognacs. Ich hatte das Gefühl jemand zu sehen, der
mehr oder weniger ausgemustert worden war. Das Gegenteil von einem gelassenen
Zeitgenossen. Ich weiß nicht wie wir ins Gespräch kamen, aber es war für ihn
keine Selbstverständlichkeit. Ich hatte eher den Eindruck, dass er es
vorgezogen hätte nicht angesprochen zu werden. Ich erfuhr, dass er
Fernseh-Journalist gewesen war und aus Altersgründen aufhören musste. Das Wort
Rente war ihm zuwider. Er war viel herumgekommen und konnte nicht verstehen,
dass er nicht mehr gebraucht wurde.
„Ich gehe jetzt meine Frau auf den
Wecker!“.
Ich erfuhr, dass er seit Jahrzehnten
verheiratet war, dass er eine Tochter und ein Enkelkind hatte, den er ganz
besonders liebte. Dennoch fühlte er sich mehr oder weniger überflüssig.
„Warum schreiben Sie nicht?“
Er schaute mich an, als ob ich vom
Planet Mars gerade gelandet sei. Dann besann er sich.
„Daran habe ich nicht gedacht!“.
Ich gab ihm den Rat ein Tagebuch zu
schreiben. Das zu erzählen, was ihn berührte. Gedanken zu entwickeln, die für
die Lesern wichtig sein könnten. Aber auch Erinnerungen, die Interessant für
die Nachwelt sind. Ich konnte mir ganz gut vorstellen, dass es sehr
unterhaltsam werden könnte. Eine Mischung von Ironie, Witz und
Nachdenklichkeit. Zuerst zögerte er ein wenig. Er wollte offensichtlich
„gebeten werden“. Ich zeigte ihm auf mein Iphon, die Plattform, bei der er sich
„austoben“ könnte.
„Gut Kumpel, ich könnte sie
aufmischen!“.
Voraussetzung für ihn war, dass er sich
frei ausdrücken konnte; das ohne jede Art von Zensur. Wir besiegelten unseren
Deal mit einem Händedruck und sind seither per du!
„Monika, zwei Remy Martin!“,
//pm
