Dienstag, 29. Mai 2012

"Die Heike" - ein interaktiver Forsetzungsroman



Kwalae Verlag „die Heike“ -
ein interaktiver Fortsetzungsroman
von Petra M. Jansen

Portrait die Heike

Sie ist mutig, frech, extrem sexy, herzerfrischend offen, will kultiviert sein und versteht nur die Hälfte. Aber das macht gar nichts, denn wir lieben sie, die Schreibkraft von nebenan, die sich aktiv durch´s Internet bewegt, frei nach dem Motto „klick mich, fi.. mich oder ich kick dich.“ Sie plaudert munter über ihr Leben, mischt sich überall ein und kommentiert, was ihr gerade so in den Sinn kommt. Die Heike bedient alle Klischees, ist typisch Weib, aber mit Anspruch! Sie wurde von ihrer Mutter geboren, wird jeden Tag älter und wir machen da einfach mal mit.
Ihr Sohn zweifelt an ihrem Verstand, als sie mit 40 alles über Bord wirft, sich scheiden lässt und ein völlig neues Leben beginnt.
Eine Figur, geschaffen für Menschen, die Menschlichkeit lieben und den kleinen Absurditäten des Lebens humorvoll begegnen. Sie überrascht den Leser und in nicht wenigen Momenten fühlt er sich ertappt, erwischt, herausgefordert, will sie kennen lernen, um einen Blick hinter diese plappernde Fassade zu werfen.
Ihr Motto: „Besser weiblich als weibisch“, doch sie stolpert allzu gerne über ihre eigenen Regeln, die sie sowieso nur hat, weil man die einfach hat. Oder auch nicht...

© Petra M. Jansen

Auf Kwalae.Magazin als interaktiver Fortsetzungsroman ab dem 10.Juni 2012! In Zusammenarbeit mit Pierre Mathias als "Jeff", u.a.

Jeff

Es war auf dem Gelände der ehemaligen UFA-Studios in Berlin-Tempelhof, dass ich Jeff kennengelernt habe. Er saß in der Kneipe des Kulturzentrums und las Zeitungen. Dort gibt es eine ganze Auswahl: von der TAZ bis zum Gardian; von der FAZ bis zur Republica. Er saß am Nebentisch. Ein ziemlich starker Mann mit einem ausgeprägtem Gesicht. Er war über 60 und trug sie gut. Das Leben schien ihn ganz schön gefordert zu haben. Er trank Expressis und dazu Cognacs. Ich hatte das Gefühl jemand zu sehen, der mehr oder weniger ausgemustert worden war. Das Gegenteil von einem gelassenen Zeitgenossen. Ich weiß nicht wie wir ins Gespräch kamen, aber es war für ihn keine Selbstverständlichkeit. Ich hatte eher den Eindruck, dass er es vorgezogen hätte nicht angesprochen zu werden. Ich erfuhr, dass er Fernseh-Journalist gewesen war und aus Altersgründen aufhören musste. Das Wort Rente war ihm zuwider. Er war viel herumgekommen und konnte nicht verstehen, dass er nicht mehr gebraucht wurde.
„Ich gehe jetzt meine Frau auf den Wecker!“.
Ich erfuhr, dass er seit Jahrzehnten verheiratet war, dass er eine Tochter und ein Enkelkind hatte, den er ganz besonders liebte. Dennoch fühlte er sich mehr oder weniger überflüssig.
„Warum schreiben Sie nicht?“
Er schaute mich an, als ob ich vom Planet Mars gerade gelandet sei. Dann besann er sich.
„Daran habe ich nicht gedacht!“.
Ich gab ihm den Rat ein Tagebuch zu schreiben. Das zu erzählen, was ihn berührte. Gedanken zu entwickeln, die für die Lesern wichtig sein könnten. Aber auch Erinnerungen, die Interessant für die Nachwelt sind. Ich konnte mir ganz gut vorstellen, dass es sehr unterhaltsam werden könnte. Eine Mischung von Ironie, Witz und Nachdenklichkeit. Zuerst zögerte er ein wenig. Er wollte offensichtlich „gebeten werden“. Ich zeigte ihm auf mein Iphon, die Plattform, bei der er sich „austoben“ könnte.
„Gut Kumpel, ich könnte sie aufmischen!“.
Voraussetzung für ihn war, dass er sich frei ausdrücken konnte; das ohne jede Art von Zensur. Wir besiegelten unseren Deal mit einem Händedruck und sind seither per du!
„Monika, zwei Remy Martin!“,

//pm  

Auf Kwalae.Magazin ab den 10. Juni 2012 zweimal täglich! (8 und 14 Uhr)





Petra M. Jansen: Alles Scheiße

Petra M. Jansen: Alles Scheiße

Montag, 28. Mai 2012

schmerzwach: Wer hier liest, liest im Glück...

schmerzwach: Wer hier liest, liest im Glück...: Es liest Levend Seyhan... großes TENNIS, sage ich nur... :-) Der Dichter und Musiker George Goodman. Wer hier liest, liest im Glück...

Mittwoch, 23. Mai 2012

Ein Autor...

Ich weiß nicht, bin ein wenig verunsichert. Darf ich das sein? Heißt es nicht, ein Autor muss klar Stellung beziehen? Ist Leader, Meinungsbildner? Also gut...ich hab´s mir anders überlegt: ich "meine" jetzt - bilde ich mir ein. Nein, das bilde ich mir nicht ein, ich tue es sogar öffentlich. Das ist nicht eingebildet, ganz bestimmt nicht. Gebildete Menschen sind nicht eingebildet, sie "meinen" einfach nur. Und ich meine, jeder meint etwas und weil sie alle soviel meinen, bin ich schon ganz meinungslos, also verunsichert. Und das geht ja gar nicht! Schließlich muss ich als sozialkritische Autorin eine Meinung haben. Und eine klare Richtung sowieso. Wenn mir das gelingt, dann bildet es ... Ihre Meinung.  Und meine Meinung muss ja nicht Ihre Meinung sein, nicht wahr? Doch damit Sie eine Meinung haben und Stellung nehmen können oder sollen, muss ich "meinen" und meine Meinung kundtun. Meinen die anderen. Deshalb sagen sie, ein Autor muss eine klare Meinung haben. So.
Das meine ich auch und was Sie meinen, interessiert mich gar nicht. Denn das würde mich nur durcheinander bringen und zum Schluss bin ich ohne Meinung. Ich könnte ja Krimis schreiben oder Fantasyromane, das wäre nicht so kompliziert (das Schreiben schon, aber die klare Stellungnahme nicht), aber ich meine, das ist nicht mein Genre. Je mehr Anweisungen ich über das "Meinen" nun lese, je mehr Leute meinen, sie könnten meinen und auch meinen, umso eher meine ich, es wird Zeit, sich seine eigene Meinung zu bilden. Das sollte keine Brücke zu einem bekannten Blättchen sein, aber die behaupten auch und täglich beobachten wir, wie die Leser meinen oder nicht meinen. Trotzdem bin ich ein wenig verunsichert, denn ich las heute alle Regeln zum Schreiben von Leuten, die schreiben. Die genauso schreiben wie ich es tue. Seit mehr als dreiundzwanzig Jahren tue ich das schon (in den unterschiedlichsten Bereichen, angefangen von Glossen, Satire, Pressetexte, Werbetexte bis zur heutigen Literatur und meinen Kolumnen) und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Ich habe nie auf meinen Protagonisten gestanden - sie mir also auf ein Blatt Papier gemalt und ihnen ihre Eigenschaften und Vorlieben zugeordnet - ich habe nie Wert darauf gelegt, ob ich hohe Verkaufszahlen erreiche oder nicht, ich habe nie gezielt, auf ein gewünschtes Verlagsprogramm abgestimmt, geschrieben. Ich habe einfach immer geschrieben, was meine Meinung war. Das alles mit dem Gedanken, Ihnen etwas geben zu wollen, kritisch die Augen zu öffen für Missstände, hart und wahr an der Grenze, balancierend zwischen unserem "Meinen" und "Sein". Und ich bin der Meinung, das es genauso richtig war und ist. Doch, wenn ich all die Anleitungen zum Schreiben lese, bin ich manchmal ein wenig verunsichert dahingehend, dass ich nicht weiß, ob sich diese Menschen einen Gefallen damit tun, alles in Bahnen lenken zu wollen, alles zu strukturieren - um eines Tages Erfolg zu haben. Wenn Sie mich fragen.....ich bin der Meinung, dass Authentizität das Wichtigste ist. Der Autor, der hinter seinen Worten steht, der sich nicht scheut, dies zum Ausdruck zu bringen, der sich einen Dreck darum schert, welche Regeln aufgestellt werden, der es einfach tut (und sein Handwerk des Schreibens beherrscht, davon gehe ich aus), der wird vielleicht Erfolg haben. Dafür muss er nun noch das Glück auf seiner Seite haben - denn Erfolg ist nicht nur ein langer Weg und harte Arbeit, sondern auch ganz, ganz viel Glück. Das wird bei all den aufgestellten Regeln allzuoft leider vergessen.....und nicht jeder hat genügend finanziellen Rückhalt wie Precht es hatte....
Also bleibt uns Autoren die Liebe zur Schreiberei, die Freude an den Worten, an den Geschichten und die Hoffnung auf die magere 1-2%-ige Erfolgsquote. Scheißegal - wir schreiben. Weil wir es lieben.



©
Petra M. Jansen/
LiteraTour.Poetic.Text